Arbeitsweise am Beispiel einer Intervention

Wir fokussieren unsere Angebote genau auf die Situation einer Gruppe und den Lernstoff. Die Arbeitsstrukturen passen wir den Ressourcen und Bedürfnissen der Gruppe an. Zentriert auf das Beziehungsgeschehen entwickeln wir die Arbeitsanlagen. Die Möglichkeit für die Beteiligten, im Rahmen des Spiels so sein und handeln zu dürfen, wie ihnen zumute ist, kann schon entspannend und hilfreich für die Weiterarbeit sein. Im Spiel ausleben und erleben, was sonst nicht sein darf, bietet den Boden für neue Erfahrungen. Unmittelbar erleben und erproben die Gruppenmitglieder so neue Wege, miteinander zu arbeiten und umzugehen. Nachhaltig wirksame Veränderung und Entwicklung wird möglich und das Gruppenthema verändert sich.
Die Schritte dieses Arbeitsprozesses sind dynamisch, meist nicht linear und können auch in ihrer Dauer je nach Situation unterschiedlich sein.

Eine Klassenintervention findet in drei Schritten statt, die sich überlagern:

Anfrage und Konzeption

Sie stellen in Ihrer Klasse Handlungsbedarf fest und lassen sich von uns beraten. In Erstkontakten analysieren wir mit Ihnen zusammen die Situation der Klasse. Daraus werden gemeinsam Ziele und das weitere Vorgehen formuliert. Falls angezeigt und finanziell abgestützt, kann im Rahmen eines Probevormittags sehr kurzfristig ein Deseskalationseinsatz realisiert werden. Sie erhalten eine massgeschneiderte Konzeption der Intervention mit Kostenvoranschlag.

Umsetzung und Lernprozesse

Die Klasse kommt mit Einstiegen in körperliche Bewegung und wird mit dem Arbeitsstoff vertraut gemacht. Sie darf sich so geben, wie ihr momentan zumute ist. Schwierigkeiten und Konflikte werden für alle sichtbar und damit benennbar. Im Szenenspiel werden Muster und Motive deutlich, und Schülerinnen können im Schutzraum der Fiktion („so tun, als ob…“) andere Verhaltensweisen und Möglichkeiten ausprobieren. Jeder kann zum Ausdruck bringen, was die Szenen bei ihm als Zuschauer oder Spieler bewirken. Dabei eignen sich die einzelnen Schüler und die Klasse als Gruppe schrittweise neue Kompetenzen und Verhaltensweisen im Umgang mit Konflikten an und Veränderungen können eingeleitet werden.

Transfer und Konsolidierung

Transfer leisten: Mit Realisationen verknüpfen Schüler in Szenen Gespieltes mit der Realität. Sie erarbeiten Plakate oder Verträge, führen Interviews durch oder diskutieren. Sie reflektieren Erlebtes, fördern und entwickeln positive Ansätze, die im alltäglichen Zusammenleben umgesetzt werden. Veränderungen überprüfen wir im Verlauf der TZT-Arbeit gemeinsam. Mit Ausstiegsanlagen schliesst die Interventionsarbeit ab. Die Pflege des Klassenklimas bleibt eine permanente Aufgabe. Wir unterstützen Sie darin, geeignete Massnahmen umzusetzen und bewusst in den Schulalltag einzubetten. Wir werten mit Ihnen zusammen die Intervention aus.